Stier-Rodeo und -kampf



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Tiergeschichten

An den Pranger...











Stier-Rodeo

 

 

Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, die USA hat so viele tolle Dinge zu bieten. Es ist ein ganzer Rattenschwanz von Belustigungen, die dort geboten werden. Die alle mehr oder wie man es eben mag, weniger beansprucht werden. Sie haben den Wahnsinns-Grand-Canyon, die Rockies, die durch das ganze Riesen-Land sich ziehen. Die vielen Naturschutz-Parks, wo man jetzt, der heiligen Ratio sei Dank, die Wölfe wieder ansiedelt. (Keine Sorge, ich werde auch nicht damit fertig, dass die liebevolle Natur es vorgesehen hat, dass ein Tier das andere reißen muss, um zu überleben.) Ich weiß auch, dass der Homo sapiens oft entsetzlich unsapient ist und unsensibel. Dass er bei vielen „Vergnügungen“ sich einfach nichts = nothing = Null dabei denkt, wenn er das Schicksal, das eigene als auch das unserer wunderbaren Tier-Miterdenbewohner lenkt. Ich habe wieder etwas herausgefunden, das ich hier anprangern muss, - das Rodeo. Haben Sie sich nicht auch gewundert, dass die Stiere immer so derartig böse sind, wenn sich ein Mensch darauf setzt. Im heimatlichen Bauernstall ist er doch auch nicht so wild?

Nein, was hat man sich Schönes einfallen lassen?  Ja, welch glänzende Idee. Man hat ihnen die Hoden zusammengebunden. In Amerika allgemein üblich. Und das ist keine Tierquälerei? Wir finden das gemein. Liebe Herren der Schöpfung, wie fänden Sie es, wenn man Sie derart missbrauchte, damit Sie nicht so langweilig sind ? Gerade Männer müssen das doch nach-fühlen können, wie weh das tut. Aber es sind ja gerade die, ach so harten Kuhbuben , sprich Cowboys, die diese Tiere so foltern. Die mit Zigaretten im hart verzerrten Mund, mit Leder-schurz vor den wabbelnden O-Beinen, der so begehrten Aussagekraft ihrer Männlichkeit, Genüge tun müssen. Wie heißt es da, bei so viel Angabe „ der hat ein Minderwertigkeits-komplex“. Kann er ja getrost haben. Das ist uns ja eigentlich Wurst. Aber dieses bitte nicht auf dem Rücken der Tiere austragen. Das ist nämlich gemein und schändlich und gehört angezeigt. Nichts für ungut.



rodeostier


Bild und Text:  Heidi Schmitt-Lermann




Stierkampf

 

 

Weil wir gerade so schön dabei sind. Spanien, ein Land wo sich das blaue Meer mit dem strahlendem Sonnenschein, wo sich großartige neue Architektur (Gaudi) mit wunderbaren altertümlichen Bauwerken und bemerkenswerter Geschichte trifft. So trifft man auch immer die unvermeidliche  Werbung des allseits so begehrten Brandy. Überall stehen über-dimensionale Stiere herum und werben für Sherry Brandy. Groß und schwarz stehen sie dräuend und unvermutet auf den Hügeln oder mitten in der Prärie. Das Tier, das Spanien so berühmt gemacht hat, ist der Stier. Viele heldenhafte Toreros in bunten Verzierung strotzenden Anzügen auf dem wohlgeformten Leib haben diese stolzen, Kraftpakete besiegt. Ha, was für Helden! Die Arenen toben und die Frauen werfen Blumen und Handküsschen.

Ein solcher Stierabschlachter, weiß genau was er tun muss, damit das Publikum unterhalten wird. Er setzt seine Hiebe genau so, dass das Tier nur immer schwächer wird und er noch einen langen publikumsträchtigen Kampf hat. Ein Stier ist lange nicht so wendig wie ein Mensch. Er wird immer wieder Anlauf nehmen, wie er das auch gegen andere Stiere tut, um  sich des Gegners im Sturm zu entledigen. Mit einem kleinen eleganten Sprung entgeht der Tierquäler dann seinem Angriff. Erst ganz zum Schluss gibt er ihm den „Gnadenstoß“. Was für ein braver Mannskerl. Das Tier beendet sinnlos und nur zum Gaudium sein Leben im Arenensand. Ach, was hat doch wieder der Mensch bewiesen? Dass er, der kleine Mensch gegen ein solches Kraftpaket siegen kann?  - Es ist überhaupt nicht bewundernswert, sondern eine Schande. Jahrhunderte alte Tradition lässt auch heute noch in diesem sonst so schönen Land keine Einsicht erkennen. Klar, wo man doch damit so viel Geld verdienen kann und wo so viele Menschen ihre Freude daran haben. Warum sollte man damit aufhören?

Das wird wohl auch nicht passieren. Aber es ist eine absolut unfaire, scheußliche Tradition.

Deshalb fahre ich auch nicht im Urlaub in dieses Land und ich freue mich immer ganz sakrisch, wenn ich Berichte höre, wo es das Tier geschafft hat einen Torero auf die Hörner zu nehmen. Dann klatsche ich laut Beifall und schreie „Ole, Bravo El Torro“!!! Aber vielleicht bin ja ich nicht ganz normal?

Unterhaltung ist gut, wenn sie nicht unsittlich, 

sondern anständig ist, 

und wenn ihretwegen nicht andere leiden müssen.

Zitat von Leo Tolstoi




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