Novembertränen


Home


Gedichte und Gemälde






novembertraenen

                                                                                                          

So war es immer schon im Leben,

dass auch die schönsten Jahreszeiten,

sich im Herbst zur Ruh begeben

und sich zum Schlafen vorbereiten.

 

Die Blumen werden dann verwelken.

Sich dann matt zu Boden legen

und all die Rosen und die Nelken,

wird kein Wachstum mehr bewegen.

 

Ein Wind fegt huiii durch Wald und Flur.

Er wirbelt die letzten Blätter auf.

Doch dies‘ ist Vorbereitung nur,

denn alles gehorcht der Zeiten Lauf.

 

Der Nebel steigt ganz langsam hoch.

Hüllt ein des Tages Deutlichkeit.

Und leis und still und dumpf wird’s noch,

November in Einzigartigkeit.

 

Der Himmel weint Novembertränen

und mächtig türmen sich die Wolken.

Der Regen prasselt in dichten Strähnen,

als würd‘ der Himmel heut gemolken.

 

Du lässt dich froh zu Hause nieder.

Ein Feuerchen wärmt alle Zimmer.

Und wohlig streckst du deine Glieder.

Hinausgeh’n tust du heute nimmer.



   © Heidi Schmitt-Lermann



Gedichte Herbst